Westerngitarre
Die Westerngitarre ist bei Gitarristen sehr beliebt und deshalb auch sehr weit verbreitet. Westerngitarren sind mit Stahlsaiten ausgestattet und man benötigt dadurch bei Westerngitarren mehr Kraft in der Hand, als zum Beispiel bei Konzertgitarren. Aus diesem Grund haben es besonders Anfänger mit einer Westerngitarre schwerer, die Griffe zu richtig zu greifen, als mit einer Konzertgitarre. Jedoch ist es nicht selten, dass Gitarren Anfänger mit einer Konzertgitarre starten und sich nach einer gewissen Zeit eine Westerngitarre als Zweitinstrument anschaffen.
Die Westerngitarre hat einen hohlen Korpus, zumeist aus Holz und einem runden Schallloch zwischen dem Steg und dem Griffbrett.
Andere Variationen von Bauarten besitzen ein s. g. “Cutaway” (engl. „weg geschnitten“). Hier wird der Korpus an der Unterseite des Instrumentes ab dem 12. Bund direkt am Griffbrett weitergeführt und wird am 17. Bund mit einem 1/4 Kreis weitergeführt. Diese Bauart ermöglicht so das leichtere Bespielen höherer Lagen.
Weitere Spezialausführungen dieser Gitarren sind die als Dobro- oder Slide-Gitarren. Bei diesen Gitarren ist der Korpus meist aus Blech hergestellt. Die Klangerzeugung wird über einen oder mehrere durch die Saiten zum Schwingen angeregten lautsprecherähnlichen Metallkonus erzeugt. Sie sind oft speziell auf das Spiel mit dem “Bottleneck” (engl. „Flaschenhals“) ausgelegt und besitzen dadurch eine höhere Saitenlage. Mit ihrem sehr speziellen Klangcharakter und ihrer Bauart bedingt hohen Lautstärke findet man diese Gitarren häufig im Blues.
Eine andere Sonderausführung sind Westerngitarren mit 12 Saiten. Es sind hierbei alle 6 Saiten verdoppelt. Die hohe E- und H-Saite klingen gleich, während die übrigen Saiten um eine Oktave höher gestimmt sind. Rein Diese Westerngitarre mit 12 Saiten wird aber wie eine 6-saitige Westerngitarre gegriffen. Der Klang ist aber dabei sehr viel voller als bei der 6-saitigen Gitarre, das gleichzeitige Greifen von 2 Saiten setzt allerdings einiges Können voraus.
Neben den klassischen “Dreadnought” Westerngitarren, gibt es zudem auch noch sogenannte “Jumbo”-Gitarren, die mit einem wesentlich tieferen Korpus, einen entsprechend voluminöseren Gesamtsound erschaffen. Spezielle Ausführungen für die Verwendung auf der Bühne, sind durch entsprechende Einarbeitung von “Sustainblöcken” in den Korpus und einem hochwertigen Tonabnehmersystem (Piezo), unempfindlich gegenüber Rückkopplungen. Bauartbedingt neigt eine Westerngitarre (akustische Gitarren im Allgemeinen) eher zu Rückkopplungen auf der Bühne, da der Korpus wesentlich schneller die Umgebungsschwingungen aufnimmt, als zum Beispiel bei einer reinen E-Gitarre (mit einem massiven Korpus).




